Edvard Grieg: Peer Gynt

Ein Konzert für die dritten Klassen im Titus-Forum

Kann man wirklich einen Sonnenaufgang mit einer Musik zeigen und darstellen? „Na klar, das kann man so richtig gut hören! Erst kommen die blauen Farben, dann gelb mit etwas rot und vielleicht sogar ein bisschen rosa. Aber dann kommt sie, die Sonne!“.

Gut gelaunt und gut vorbereitet waren die Kinder für das Peer Gynt-Konzert am 20. März 2018 im Rahmen der Schülerkonzerte der Stadt Frankfurt. Im Vorfeld sollten sie als Hausaufgabe im Fach Musik den morgendlichen Sonnenaufgang mit den verschiedenen Himmelsfarben protokollieren. Der Rest war dann einfach: der norwegische Komponist Edvard Grieg hatte zu Beginn des Satzes „Morgenstimmung“ diese Farben den Instrumenten Querflöte und Oboe zugeordnet. Die Querflöte für die kalten blauen Farbtöne, die Oboe für die wärmeren roten und gelben. Aber das war erst der Anfang einer seltsamen Geschichte, die sich vor vielen Jahren im fernen Norwegen ereignete. Diese Geschichte handelt von einem Tunichtgut und Lügenbold namens Peer Gynt. Mit jedem Tag, den er älter wurde, heckte er schlimmere Streiche und boshaftere Späße aus. Er trieb es schließlich so bunt, dass er eines Nachts aus seinem Heimatdorf in die Berge gejagt wurde.

So zog er in die Ferne und bestand viele Abenteuer. Am ersten Morgen wurde er in der Frühe von der Sonne geweckt, es war eine wundervolle Stimmung.

Während des Arabischen Tanzes tanzte eine echte Tänzerin durch den Konzertsaal und war aber sogleich auch wieder verschwunden. Unglaublich!

Doch auch für einen so anstrengenden Menschen wie Peer Gynt gibt es jemanden, der ihn liebt und auf ihn wartet: Solveig. Ihr Lied kannten die Kinder gut. „Ja, das ist eines der traurigsten Lieder, die es auf der Welt gibt“. Die Taschentücher konnten trotzdem weitestgehend verstaut bleiben. Denn schnell kam die unheimliche und dramatische Musik aus der Halle des Bergkönigs, doch alle Drittklässler überwanden auch diese Klippe problemlos!

„Das Konzert war viel besser als eine CD!“ war der einstimmige Tenor, nachdem der letzte Ton verklungen war. Toll, dass auch zwei Mütter aus den dritten Klassen unter den Orchestermusikern waren, und so ging es nach einem spannenden, lehrreichen, mit vielen Mitmachaktionen gespickten Konzert beschwingt zurück in das Philanthropin und den Schulalltag.

 

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