Kleine große Gastgeber

Der Seder der Grundschule

Reich waren die Tische gedeckt, als am Mittwoch, dem 30.03.2017, die Grundschulkinder die Schülerinnen und Schüler der Eingangsstufe im Frankfurter Westend besuchten, um wie jedes Jahr mit ihnen gemeinsam den Pessach-Seder zu feiern. Auf dem Hin- und Rückweg hatte die Sonne ihnen zugelacht – gerade so, als wolle sie ihnen zuzwinkern: „Habt einen tollen Seder!“

Auf der Bühne des Festsaals war die große Tafel aufgestellt, an der die Schüler der vierten Klassen durch den Seder führten und die Kerzen zündeten.

Nachdem Frau Hartmann alle Kinder, Lehrer und geladenen Gäste – unter ihnen auch Frau Brum – begrüßt hatte, sprach Herr Rabbiner Apel freundliche Worte. Er erklärte, welch große Freude das Leben in Freiheit bedeute und wie hoch es zu schätzen sei. Schließlich erinnern wir uns mit dem Pessachfest an den Auszug der Juden aus Ägypten und die Befreiung aus einem Leben als Sklaven.

So eilig hatten es die Juden gehabt, sich aus diesem alten Leben in Sklaverei zu verabschieden, dass nicht genug Zeit blieb, das Brot in Ruhe zu säuern und zu backen, weshalb der Teig nicht aufgehen konnte und das Brot dünn und knusprig wurde.

Kein Tisch im Festsaal, an dem nicht reichlich von diesem besonderen Brot, der Matza, an die Kinder und Gäste verteilt wurde. Nach genauen Erklärungen der größten Grundschulkinder zum Ablauf des Seders wurde mit viel Freude „Matza”, „Charosset”, „Maror”, „Chaseret”, „Karpas” und Bejtza (Ei) in Salzwasser getunkt und verspeist.

 

 

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