Besuchsprogramm der Stadt Frankfurt

Ehemalige Schülerinnen und Schüler und deren Nachkommen bei uns

Unsere Schülerinnen und Schüler, die als Guides fungierten, mussten warten – aber es hat sich gelohnt: Mit Verspätung trafen 50 Besucherinnen und Besucher in Begleitung von Mitarbeiterinnen der Stadt Frankfurt und des Vereins „Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt” am Freitag, 04.05.2018 in der Lichtigfeld-Schule ein. Darunter befanden sich mit Renata Harris eine ehemalige Schülerin und viele Angehörige anderer ehemaliger Schülerinnen und Schüler des Philanthropin.

Wie in jedem Jahr hatte die Stadt Frankfurt ihre ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger bzw. deren Nachfahren eingeladen und unsere Schule stand ebenfalls wie in jedem Jahr auf dem Programm. Das Interesse gilt immer wieder ebenso dem historischen Gebäude und Schulstandort wie dem heutigen modernen Schulleben.

Einige Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 begleiteten die Gäste und konnten so ihre kommunikativen Fähigkeiten, gerade auch in Englisch, zeigen. Nach einer kurzen Einführung von Herrn Hartenfeller konnte es los gehen: In kleinen Gruppen schauten sich die Besucherinnen und Besucher unsere kleine Ausstellung zu Jom HaAzmaut an, die sie sehr lobten. Anschließend besichtigten sie den Synagogalraum, die Fachräume im Dach- und Erdgeschoss, einige Klassen sowie den Hof mit der Turnhalle. Auf dem Weg kam es immer wieder zu Gesprächen zwischen unseren Schülerinnen und Schülern und den Gästen über alles, was diese bewegte, so z. B. die Frage, was nichtjüdische Kinder veranlasst, diese Schule zu besuchen, oder zu unserem jüdischen Religionsunterricht.

Obwohl viele Gäste kein Deutsch sprachen, konnten unsere „Schul-Guides“ dank ihrer Englischkenntnisse ebenso viel von ihnen erfahren wie umgekehrt. Am Ende trafen sich alle Gruppen zu einem kurzen gemeinsamen Imbiss in der Mensa und auch dort haben sich alle angeregt unterhalten. Es wurden noch Fotos gemacht und E-Mail-Adressen ausgetauscht. Doch auch dieser nette Besuch hatte ein Ende und so mussten unsere Gäste schon bald zu ihrem nächsten Termin aufbrechen und die Guides gingen stolz und zufrieden – und das nicht nur wegen der Taschen voller Kuchen und Keksen – zurück in die Klassen.

 

3. von rechts: Judi Travis, Tochter von Martha Sommer
Foto: Angelika Rieber

 

Schulklasse von Martha Sommer (2. Reihe links) im Philanthropin ca. 1933
Sammlung Angelika Rieber / Ursprungsquelle: Martha Hirsch

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