„Jeder Name zählt!“

Arolsen Archives

Vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Aus diesem Anlass beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe gemeinsam mit Schülerinnen der Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn und der Hessenwaldschule in Weiterstadt an einem hessenweiten Projekt der Arolsen Archives.

Das Archiv sammelt die Dokumente von und über Juden, die in Konzentrationslager deportiert wurden, u.a. damit deren Angehörige die Schicksale nachverfolgen können.

Um das Schicksal der Opfer in den bisher nur als Scan vorliegenden Dokumenten in Zukunft recherchieren zu können, wurde der vollständige Name, das Geburtsdatum, der Beruf, die Häftlingsnummer und die Listennummer in eine Datenbank übertragen.

Die Arbeit war für alle sowohl physisch als auch mental sehr anstrengend: Man durfte keine Fehler machen, und der Gedanke daran, dass all dies Namen von Opfern sind, war sehr schwer zu ertragen. Es gibt unzählige Dokumente und würde Monate, wenn nicht Jahre dauern, alle abzuarbeiten. Wir hören zwar immer die Zahl 6.000.000, aber bei diesem Projekt wurde allen bewusst, was diese Zahl – 6.000.000 jüdische Menschen – bedeutet. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten sehr konzentriert, denn sie wussten, dass sie etwas Gutes und Bedeutungsvolles tun und den Angehörigen der Opfer helfen können: „Jeder Name zählt!“

Das gemeinsame Projekt ermöglichte auch einen regen Gedankenaustausch über unsere Schulen und die verschiedenen Religionen: Unsere Gäste kannten die I. E. Lichtigfeld-Schule noch nicht; deshalb machten Schülerinnen der Q-Phase mit ihnen einen Rundgang, eine gute Gelegenheit für Gespräche und Begegnungen.

 

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I. E. Lichtigfeld-Schule © 2015