Jom Kippur

Wie wird man seine Sünden los?

In den Tagen zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur ist das große Thema: Wie wird man seine Sünden los und erhält einen guten Eintrag ins Buch des Lebens? Viele Schülerinnen und Schüler wissen, dass man dies durch Tschuwa erreicht, durch das ehrliche Bereuen seiner schlechten Taten.

Aber Schülerinnen und Schüler, die an Rosch Haschana die Westend-Synagoge besucht hatten, konnten im Unterricht berichten, dass man dazu auch eine Handlung vollziehen kann und dass hierfür der Brunnen im Hof der Synagoge mit Wasser gefüllt wurde. Zur Begeisterung der Kinder schwammen nämlich sogar Fische im Wasser. In diesem Brunnen konnte man bei der alljährlichen Taschlich-Zeremonie seine Sünden loswerden. Hierbei wirft man symbolisch seine Sünden ins Wasser und die Fische (des Flusses oder des Meeres) tragen sie dann weit fort.

Ursprünglich steht jedoch in der Thora (3. Buch Moses, Kapitel 16), dass die Sünden des Volkes auf einen Bock – auf den Sündenbock – gelegt und dieser Sündenbock dann in die Wüste zu Asasel geschickt wurde, womit sie für immer verschwanden. Dieser Bericht der Thora wurde in der vergangenen Woche mit großer Aufmerksamkeit im Religionsunterricht gelesen.

Um es dann spielerisch nachzuvollziehen, spielten wir das Brettspiel „Asasel“, bei dem jeder Spieler durch geschicktes Würfeln seine sieben Spielsteine bzw. Sünden so schnell wie möglich auf dem Sündenbock ablegen möchte, um sie loszuwerden. Das Spiel kam gut an und schließlich wünschten wir uns alle gegenseitig einen endgültigen guten Eintrag im Buch des Lebens: Gmar Chatima Towa – auch Ihnen allen!

 

   
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I. E. Lichtigfeld-Schule © 2015