„Licht aus“

Projekttag mit der Heinrich-von-Kleist-Schule

Schon seit einiger Zeit ist die Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und auch an der Lichtigfeld-Schule arbeitet eine AG an diesen Themen. Am 27. Januar 2020 nahmen nun einige Schülerinnen der Q-Phase dank unserer Kooperation zwischen den beiden Schulen am Eschborner Projekttag gegen Antisemitismus zum Thema „Licht aus“ teil.

Die Projektarbeit begann damit, Stichpunkte zu den Begriffen „Licht“ und „Dunkelheit“ zu sammeln. Plötzlich ging das Licht in der ganzen Schule aus und alle sollten für 3 Minuten schweigen. Dieser Moment sollte die Dunkelheit repräsentieren. Die anschließende Diskussion über drei Bilder zum Thema „Holocaust und Antisemitismus heute“ war sehr interessant: Das erste Bild zeigte einen „gestellten“ Moment, in dem Auschwitz-Gefangene ihren Befreiern, der Roten Armee, glücklich entgegenwinkten, auf dem zweiten Bild sah man mit Hakenkreuzen verunstaltete jüdische Gräber in Düsseldorf und auf dem letzten Bild die Westend-Synagoge, im Vordergrund ein Polizeiauto. Es war interessant, die Meinungen der Kleist-Schüler zu hören und ihre Reaktionen auf die Bilder zu sehen.

Der Roman „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ von Monika Held inspirierte dann zum kreativen Schreiben. Der Projekttag endete mit einer Konzertvorlesung: Die Autorin des Werkes „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ las unter musikalischer Begleitung Textstellen aus ihrem Roman. Zu hören waren auch originale Tonaufnahmen von dem Zeitzeugen, dessen Leben Vorlage für die Hauptfigur in dem Werk ist. Die gemeinsame Arbeit und der Austausch zwischen den Lichtigfeldern und den Heinrich-von-Kleist-Schülern waren sehr interessant und ein Gewinn für beide Seiten.

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