Rosch HaSchana

Die Schule bereitete sich auf das Neue Jahr 5780 vor

Energiegeladen wie ein rauschender Wirbelwind endete in unserer Schule das alte Jahr 5779: Da das Neujahrsfest Rosch HaSchana mit dem Beginn der Herbstferien zusammenfiel, stand die letzte Schulwoche für unsere Schülerinnen und Schüler ganz im Sinne der Vorbereitung auf die Rosch HaSchana-Festlichkeiten.

Zur ohnehin bestehenden Aufgeregtheit vor den Ferien kam für die Kleinen aus der Grundschule die große festliche Rosch HaSchana-Feier am Freitagmorgen, dem 27. September. Die Grundschullehrkräfte hatten die Aula zu einem Festsaal dekoriert, dessen lange Tafeln mit süßen Köstlichkeiten lockten; Rabbiner Soussan blies das Schofar und erläuterte den Kindern die traditionsreiche Symbolik der Speisen und den Wortlaut der Brachot, der Segenssprüche. So konnten sich die Kinder in festlichem Rahmen gegenseitig zeigen, was sie in den Wochen zuvor im Schulunterricht gelernt hatten: Sie hatten sich intensiv mit dem feierlichen Ablauf und der Bedeutung des Neujahrsfestes vertraut gemacht, sie hatten die Symbolkraft von Granatäpfeln, Bienen, Honig, Fischen und Datteln erfahren, hatten gebastelt und im Musikunterricht jene Lieder gelernt, die sie nun am Freitagmorgen in der Aula gemeinsam sangen.

So hatten denn auch die Kinder der zweiten Klasse viel Freude daran gehabt, auf dem am Mittwoch, dem 25. September vorangegangenen Schulfest mit einer Buttonmaschine für alle Kinder die begehrten Buttons mit den Rosch HaSchana-Symbolen herzustellen.
Eine dritte Klasse hatte liebevoll gestaltete Geschenktütchen mit Honig und getrockneten Äpfeln hergestellt, die sie auf dem Schulfest erfolgreich verkauften – natürlich nicht für sich, sondern für einen sozialen Zweck, die Hilfe für schwerkranke Kinder.

Es gehört mittlerweile zur guten Tradition unserer Schule, dass jedes Jahr zu Rosch HaSchana alle fünften Klassen im Deutsch- und Kunstunterricht lernen, wie sie selbst handgeschriebene Neujahreswünsche formulieren und gestalten können. Es verbindet alle Jahrgänge, dass in der Woche vor dem Neujahrsfest vor allen Klassenräumen verzierte Briefkästen stehen, die von den Kindern im Laufe der Woche mit hunderten von Glückwunschkarten an ihre Freundinnen und Freunde gefüllt werden.

Am letzten Schultag vor den Herbstferien wurden die für das Sozialleben so wichtigen Briefkästen in den Klassengemeinschaften feierlich geöffnet, die Post an die Kinder verteilt, die kleinen Kunstwerke bewundert – und schließlich an diesem Freitag mit in die Ferien genommen. Hätte das Neue Jahr 5780 besser beginnen können als mit Ferien?

 

 

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