Trialog-Workshop

Populismus erkennen

Am 14. Mai 2019 fand unser dritter und letzter Trialog-Workshop in diesem Schuljahr statt. Dieses Mal trafen sich 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserer (katholischen) Partnerschule St. Angela in Königstein. Das Thema hieß: „Populismus erkennen“. Unser Referent und Workshop-Leiter war an diesem Tag Matthias Blöser vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) der Evangelischen Kirche. Mit seiner lockeren und engagierten Art hatte er schnell einen guten Zugang zu den jüdischen, christlichen und muslimischen Jugendlichen gefunden. Diese schlossen sich an diesem Vormittag zu gemischten Kleingruppen zusammen und erhielten zwei Arbeitsaufträge:

Für den ersten bekam jede Gruppe mehrere Plakatbilder, auf denen unterschiedliche Menschengruppen diskriminiert wurden, wie z.B. Frauen, Muslime, Juden oder Flüchtlinge. Die Jugendlichen tauschten sich aus, konnten aus ihrer persönlichen Perspektive die Wirkung der Plakate, Bilder, Tweets erklären und Perspektivwechsel üben, um dann schließlich gemeinsam zu analysieren, wie Populismus wirkt und arbeitet.

Die Jugendlichen der drei Schulen erhielten als zweiten Auftrag, ein Rollenspiel in ihrer Kleingruppe durchzuführen, in dem Menschen diskriminiert werden. Die offene und lockere Atmosphäre verhalf dazu, dass die Jugendlichen sich schnell darauf einließen. Im Abschlussgespräch machten sie deutlich, dass es sie überrascht hatte, was Hetze gegen eine andere Gruppe oder Person in ihnen auslöste. Sie haben im Rollenspiel erfahren, wie man als Beobachter und Außenstehender schnell mitgezogen wird. Es wurden Verhaltensstrategien diskutiert.

Unsere Trialog-Workshops haben zum Ziel, dass jüdische, christliche und muslimische Schülerinnen und Schüler voneinander lernen und nicht anonym übereinander. Durch diese Begegnungen setzen wir uns gegen Antisemitismus und Rassismus ein und stärken die Jugendlichen in demokratischem Handeln.

 

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