Mit großer Freude durften wir letzte Woche die neuen Siddurim (Gebetbücher) der Jüdischen Gemeinde Frankfurt feierlich an unsere Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen übergeben. Begleitet wurde dieser besondere Moment von einem wunderschönen und sehr berührenden Programm, das die Kinder mit viel Engagement und Herzblut vorbereitet und aufgeführt haben.
Im Mittelpunkt der Darbietung stand der Protagonist Moshe, der nur ungern in die Schule ging, weil er den Sinn der täglichen Gebete nicht verstand. Hilfe bekam er von der guten Fee Miss Tflilla, die ihn – und mit ihm das Publikum – auf eine Reise durch unsere gängigen Gebete mitnahm. Auf kindgerechte, einfühlsame und zugleich tiefgehende Weise erklärte sie Moshe die Bedeutung der Tfillot, die wir Tag für Tag sprechen.
Jedes Gebet wurde von den Kindern musikalisch interpretiert und mit viel Gefühl auf die Bühne gebracht. So lernten wir nicht nur neue Melodien kennen, sondern bekamen auch ein Gespür dafür, dass ein Gebet von Herzen kommt und Herzen sprechen lässt. Es geht nicht um das reine Auswendiglernen von Worten, sondern darum, die Bedeutung des Gebets zu fühlen – als ein persönliches Gespräch mit G’tt.
Vorbereitet hatten wir die Hawdala, die in einer wunderschönen familiären Atmosphäre gemeinsam mit dem Rabbiner und allen Anwesenden erlebt wurde.
Wir sind sehr dankbar, diesen wichtigen Grundstein gemeinsam mit den Kindern legen zu dürfen. In den kommenden Klassen werden wir darauf aufbauen und den Siddur immer mehr als festen Bestandteil des Alltagslebens nutzen.
Ein großes Masal Tov an alle Kinder der zweiten Klasse sowie an ihre Eltern.
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Fotos: IEL


