Lautstarker Sieg im Lunapark

Gymnasium feiert ausgelassen Purim

Lautstarker Sieg im Lunapark

Gymnasium feiert ausgelassen Purim

Es ist laut in der vollbesetzten Aula, sehr laut. Und das soll an diesem Freitag auch so sein! Zumindest immer dann, wenn von Haman die Rede ist: Der intrigante Wesir am Hof von Susa, der plant, alle in Persien lebenden Juden umbringen zu lassen, wird jedes Mal gnadenlos mit hunderten von Holz- und Plastikratschen übertönt, wenn er zu sprechen beginnt.

Und ja: Die Ratschen haben ihren Anteil daran, dass sich am Ende die gute und gerechte Sache der Juden durchsetzt und Haman am Galgen hängt – obwohl die eigentliche Heldin der Geschichte selbstverständlich Esther ist, die ihren Ehemann, den Perserkönig, von der Aufrichtigkeit und Loyalität ihres Volkes überzeugt.

Die um Gitarrenmusik und kurze deutschsprachige Erläuterungen zum hebräischen Text ergänzte Lesung des Buches Esther bildete eindeutig das eindrucksvolle Zentrum der Purim-Feier im Philanthropin. Aber das war natürlich noch lange nicht alles:

Später flanierten zumeist verkleidete Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte durch den von den Klassen vorbereiteten Luna-Park. Kräuterhexen, „Albert Einstein“ und sogar „Donald Trump“ versuchten ihr Glück und ihre Geschicklichkeit in diversen Casinos, naschten Waffeln und Zuckerwatte oder ließen sich als Andenken auf einem Sofortbild ablichten.

Als am Mittag die Klassenräume langsam wieder anfingen, wie Klassenräume auszusehen und in der Aula „Der Joker“, eine Rapperin und „Sherlock Holmes“ als schönste Schülerkostüme prämiert worden waren, herrschte im Philanthropin Einigkeit darüber, dass dieses gemeinschaftliche Erlebnis ein voller Erfolg war.

Mitgefeiert haben unser Fest auch etliche Schülerinnen und Lehrkräfte der katholischen St. Angela-Schule in Königstein. Sie hatten das Gymnasium im Rahmen des religiösen Trialogs besucht. Auch sie waren begeistert: „Ich find‘ das total schön und witzig gemacht hier“, sagte eine Schülerin – und wedelte dabei noch kurz das Sofortbild trocken, das sie gerade von sich und ihrer Freundin hatte schießen lassen.

 

Fotos: IEL