Im Januar machte sich der Abiturjahrgang auf den Weg in die Ewige Stadt. Rom begrüßte uns mit echtem römischem Winter: An manchen Tagen strahlte die Sonne vom Himmel und ließ die Stadt in warmem Licht erstrahlen, an anderen überraschte uns starker Regen, der unsere Tagesplanung gelegentlich auf die Probe stellte. Doch weder Sonne noch Regenschauer konnten unsere Stimmung trüben – die gute Laune war ständiger Begleiter dieser besonderen Woche.
Unser Hotel im beliebten Stadtteil Trastevere war dabei der ideale Ausgangspunkt für all unsere Unternehmungen. Das lebendige, charmante Viertel mit seinen kleinen Restaurants und belebten Straßen vermittelte uns vom ersten Tag an echtes Rom-Gefühl und bot nach langen Tagen einen angenehmen Rückzugsort.
Rom selbst begegnete uns als Stadt der Kontraste: Wir liefen viele Kilometer durch enge Gassen, über beeindruckende Plätze und unzählige Treppen hinauf und hinunter. Ob auf der Piazza Navona, der Piazza della Repubblica, der Piazza di Spagna oder auf dem Campo dei Fiori – überall spürten wir die besondere Atmosphäre dieser Stadt, in der Geschichte und Gegenwart aufeinandertreffen.
Ein Schwerpunkt unserer Reise lag auf dem jüdischen Rom. Im historischen „Ghetto“ rund um die Via del Portico d’Ottavia genossen wir leckeres koscheres Essen und setzten uns intensiv mit Geschichte und Gegenwart der jüdischen Gemeinde auseinander. Besonders eindrucksvoll waren die Besuche des Jüdischen Museums und des Schoah-Museums. Auch der Tempio Maggiore, die große Synagoge mit ihrer einzigartigen viereckigen Kuppel in Regenbogenfarben, beeindruckte uns sehr. Ein bewegender Höhepunkt war der gemeinsame Schabbat-G’ttesdienst dort, gefolgt von einer warmherzigen und gemeinschaftlichen Schabbat-Feier, die vielen lange in Erinnerung bleiben wird.
Natürlich standen auch die berühmten römischen „Klassiker“ auf dem Programm: das Forum Romanum mit seinen antiken Ruinen, das Colosseo, das Pantheon, der Circo Massimo und das monumentale Vittoriano, das Nationaldenkmal Viktor Emanuels II. Jede dieser Sehenswürdigkeiten ließ Geschichte lebendig werden und machte deutlich, welche Bedeutung Rom über Jahrtausende hinweg hatte.
Sehr beeindruckend waren zudem die Katakomben mit ihrer stillen, geheimnisvollen Atmosphäre unter der Erde. Ebenso faszinierend war die prachtvolle Sammlung von Gemälden und Kunstgegenständen in der Galleria Doria Pamphilj sowie die kunstvolle Villa Farnesina, die uns einen Einblick in die künstlerische und architektonische Vielfalt der Stadt gaben.
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des legendären Flohmarkts Porta Portese am Sonntag. Zwischen Antiquitäten, Kleidung und Kuriositäten konnten wir das lebhafte Markttreiben hautnah erleben und vielleicht das eine oder andere Mitbringsel entdecken. Nicht zuletzt lernten wir auch das launische römische Bus- und Bahnsystem kennen – mit spontanen Verzögerungen und kleinen Herausforderungen, die jedoch schnell zu unterhaltsamen Anekdoten wurden.
Diese Abi-Fahrt war geprägt von intensiven Eindrücken, gemeinschaftlichen Erlebnissen und vielen besonderen Momenten. Rom hat uns nicht nur mit seiner Geschichte beeindruckt, sondern auch als lebendige Stadt begeistert – und wir kehren mit zahlreichen Erinnerungen zurück, die uns noch lange begleiten werden.
Fotos: IEL







