Kreativität, Phantasie und schauspielerisches Talent bewiesen die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen, als sie am 15. Juni 2026 in der Aula des Philanthropin dem Publikum ihre im Deutschunterricht selbst geschriebenen Theaterstücke präsentierten.
Die Klasse 5a ließ die Zuschauer erleben, wie Harry Potter (oder in diesem Fall „Henry Potter“!) nach schlechter Behandlung durch die Dursleys vom Halbriesen Hagrid seine Einladung nach Hogwarts erhielt, auf Gleis 9 3/4 in den Zug stieg und während der Fahrt ins Zauberer-Internat seine zukünftigen besten Freunde Ron und Hermine kennenlernte. Auch die Aufteilung in die Häuser durch den sprechenden Hut, die erste Flugstunde, das Fangen des goldenen Schnatzes und die Rettung des Steins der Weisen wurden dem Publikum kreativ präsentiert, bevor dann Klasse 5c eine moderne Interpretation der Bremer Stadtmusikanten auf die Bühne brachte: „Die vier Bremer Straßenrapper“! Während Esel, Hund, Katze und Huhn nach schlechter Behandlung durch ihre Besitzer einander fanden und auf dem Weg nach Bremen waren, um dort ihr Glück als Straßenrapper zu suchen, machte die dönerliebende Räuberbande krumme Geschäfte. Schnell zeigte sich jedoch, dass sie gegen die vier Bremer Straßenrapper keine Chance hatte und ihnen die gerade erworbene Immobilie überlassen musste.
Mit professioneller Klavierbegleitung sangen alle vier Klassen gemeinsam das Märchenlied „Zogen einst fünf wilde Schwäne“, das sie im Musikunterricht einstudiert hatten, bevor dann Klasse 5d die Zuschauer mit einer in die heutige Zeit versetzten Version von „Dornröschen“ verzauberte. Nachdem die Königin am „Black Friday“ ein perfektes Baby bei Amazon bestellt hatte, legte die verärgerte böse Fee den Fluch auf das Kind, am 18. Geburtstag mit schlimmen Folgen einen giftigen Nagellack zu benutzen. Im ganzen Königreich wurde der Nagellack eingesammelt – sogar im Zuschauerraum! Dennoch kam es, wie es kommen musste, und die Prinzessin mitsamt Schloss fiel an ihrem 18. Geburtstag in einen Zauberschlaf. Zum Glück kam 100 Jahre später der rettende Prinz, der sich mit Laserschwert durch die Hecke kämpfte: „Au krass, Gefahr! Gefahr ist mein zweiter Vorname!“
Nach einem wunderschönen Klavierstück, das ein Fünftklässler souverän vortrug, erlebte das Publikum noch „Die verrückte Klassenfahrt“ in den Märchenwald von Klasse 5b. Als alle nach 4 Tagen Fußmarsch erschöpft im Märchenwald ankamen und einschliefen, fehlte beim Aufwachen ein Kind. Es war von einer bösen Hexe entführt worden. Ein Rabbi erschien und half bei der Suchaktion. Mit zusätzlicher Hilfe eines Jägers, der den bösen Wolf beseitigt hatte, wurde die Hexe ausfindig gemacht. Auch der kuchenaffine König konnte noch einen Hinweis geben. Die Hexe wurde überwältigt, sie hatte keine Chance gegen Klasse 5b, die alles tat, um den Mitschüler zu befreien.
Ein rundum gelungener Theaterabend mit zauberhaften modernen Märchen – vielen Dank an alle Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen, an die engagierten Deutsch- und Musiklehrkräfte und das tolle Publikum!

