Die hebräischen Muttersprachlerinnen und Muttersprachler der 7. Klassen schrieben Geschichte am Philanthropin, als sie im Rahmen der „Woche der hebräischen Sprache“ erstmals ein vollständiges Theaterstück auf Hebräisch aufführten. Das Stück, das sich mit der Figur der „ersten hebräischen Mutter“ beschäftigte, spielte im Jerusalem des Jahres 1882 und erzählte die Geschichte der Familie Ben-Jehuda – der ersten Familie, die sich entschied, zu Hause ausschließlich Hebräisch zu sprechen. Durch Schauspiel und Dialoge veranschaulichten die Schülerinnen und Schüler die Vision von Elieser Ben-Jehuda und seinen Beitrag zur Wiederbelebung der hebräischen Sprache, unter anderem mit den von ihm geprägten Wörtern גלידה (Eis), אופניים (Fahrrad) und חביתה (Omelett).
Unser besonderer Dank gilt der Organisation Renaissance Hub, deren großzügige Unterstützung es ermöglicht hat, ein bedeutendes Projekt zu realisieren, das die hebräische Sprache eng mit jüdischer Identität verbindet und den Schülerinnen und Schülern eine wertvolle pädagogische Erfahrung bietet.
Während der gesamten Woche fanden an der Schule vielfältige, erlebnisorientierte Aktivitäten rund um die hebräische Sprache statt. Die Klassen 5 und 6 lernten die Geschichte der Wiederbelebung des Hebräischen sowie die von Elieser Ben-Jehuda neu geschaffenen Wörter durch Lieder und Arbeitsblätter kennen, formulierten eigene Sätze auf Hebräisch und präsentierten diese in der Klasse. Anschließend gestalteten sie persönliche Anstecknadeln mit ihren Lieblingswörtern und brachten so ihre individuelle Verbindung zur Sprache zum Ausdruck.
Die Klassen 7 bis 10 beschäftigten sich mit hebräischen Slangbegriffen, verfassten kurze Texte zu den gewählten Wörtern und entwarfen schließlich eigene Anstecknadeln mit einem persönlichen Slangwort. Die Aktivitäten verbanden Kreativität, Lernen und gemeinsames Erleben und ermöglichten es den Schülerinnen und Schülern, Hebräisch als lebendige und bedeutungsvolle Sprache zu erfahren.
Die besondere Atmosphäre und die abwechslungsreiche Lernform wurden von den Schülerinnen und Schülern mit großer Begeisterung aufgenommen. Sie beteiligten sich aktiv am Unterricht, zeigten ein hohes Maß an Engagement und erlebten eine Woche, die die Verbindung zur hebräischen Sprache und zur jüdischen Identität innerhalb der Schulgemeinschaft nachhaltig stärkte.
Fotos: IEL







