„Gegenseitige Verantwortung im Herzen des Gedenkens“:

Das Philanthropin gedenkt der Ereignisse des 7. Oktobers in einer bewegenden Gedenkstunde der 8. Jahrgangsstufe

„Gegenseitige Verantwortung im Herzen des Gedenkens“:

Das Philanthropin gedenkt der Ereignisse des 7. Oktobers in einer bewegenden Gedenkstunde der 8. Jahrgangsstufe

Am Donnerstag, dem 01. Oktober, in der Woche vor den Herbstferien und im Vorfeld des Simchat-Tora-Festes, versammelte sich die Schulgemeinde des Philanthropin zu einer bedeutungsvollen und würdevollen Gedenkveranstaltung anlässlich der Ereignisse des 7. Oktobers. In diesem Jahr stand eine klare Botschaft von Widerstandskraft und Hoffnung im Mittelpunkt des Gedenkens: gegenseitige Verantwortung (Arwut Hadadit).

Initiiert, konzipiert und organisiert wurde die Zeremonie vom Hebräisch-Team der Schule. Den Mittelpunkt der Veranstaltung bildete die aktive Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe, die mit bemerkenswerter Reife und Feingefühl die Leitung des Gedenkens übernahmen.

Als Moderatorinnen und Moderatoren führten die Achtklässlerinnen und Achtklässler das Publikum durch eine bewegende Auseinandersetzung mit Erinnerung und Heldenmut – stets im Lichte des jüdischen Grundwerts der gegenseitigen Verantwortung, der die Gemeinschaft selbst in den dunkelsten Stunden trägt. Dabei stellten die Jugendlichen zwei Persönlichkeiten in den Fokus, die Hingabe und Selbstlosigkeit in besonderer Weise verkörpern:

  • Sapir Cohen, die aus dem Kibbuz Nir Oz verschleppt und später befreit wurde. Die Schülerinnen und Schüler berichteten von ihrem mutigen Standhalten in der Hamas-Gefangenschaft und davon, wie sie ihren Mitgefangenen in den unterirdischen Tunneln Halt, Trost und Licht schenkte.
  • Hauptmann d. R. Elchanan Kalmanson sel. A., der am Tag des Angriffs gemeinsam mit seiner Familie („Team Elchanan“) auf eigene Initiative in die Hölle des Kibbuz Be’eri eilte. Anschaulich schilderten die Jugendlichen den beispiellosen Mut der Gruppe, die unter schwerstem Beschuss stundenlang über hundert Menschen rettete, bis Elchanan im Gefecht fiel – ein bleibendes Symbol für höchste Aufopferung für das Leben anderer.

Auch die musikalischen und besinnlichen Beiträge verliehen der Gedenkstunde emotionale Tiefe. Gemeinsam sangen die Schülerinnen und Schüler das Lied „Schwurej Lew“ (Gebrochene Herzen) von Hanan Ben Ari, das von Trost und Hoffnung kündet, sowie das traditionelle Gebet „Acheinu Kol Beit Jisrael“. Im stillen Gedenken verharrte die Schulgemeinschaft während des Jiskor-Gebets für die Ermordeten und Gefallenen. Den gemeinsamen Abschluss bildete das Singen der israelischen Nationalhymne „HaTikwa“, die kraftvoll durch den Saal hallte.

Ein herzlicher Dank und große Anerkennung gebühren den Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe für ihr vorbildliches Engagement, ihre bemerkenswerte Ernsthaftigkeit und ihre engagierte Mitgestaltung einer Zeremonie, die von tiefem Respekt geprägt war und die gesamte Schule mit Stolz erfüllte.